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Die Anfänge der Stadt Murrhardt gehen bis in die Römerzeit, etwa 1860 Jahre, zurück. Das Weltkulturerbe Limes zieht sich direkt durch das Stadtgebiet. Der älteste überlieferte Name der Stadt heißt „Murrahart“, das bedeutet: Weidewald an der Murr. Murr wiederum beschreibt in mittelhochdeutsch muor, moor, morast, also Sumpfland.

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Januarius ist die geistige Keimzelle der Stadt. Bereits im 8. Jahrhundert gegründet (816 von Kaiser Ludwig neu eingerichtet, erster Abt St. Walterich), bestimmte diese Einrichtung 1000 Jahre Geschichte. Ein Dorf entwickelte sich parallel dazu. Das Kloster hatte eigenes Münzrecht - Murrhardter Pfennige.

788 wurde die Mönchszelle "cellula Murrahart" erstmals in einer von Karl dem Großen ausgestellten Urkunde erwähnt. 1288 erhielt Murrhardt die Stadtrechte. Die Bevölkerung hatte einen niedrigen Lebensstandard. Neben der Landwirtschaft und dem Kleinhandwerk entwickelten sich um Murrhardt herum später zahlreiche Glashütten. Die Holzverarbeitung war traditionell der Schwerpunkt, daher wird die Gegend um Murrhardt im Volksmund auch "Klämmerlesgäu" genannt. 1388 wurde Murrhardt württembergisch, das Kloster wurde im 16. Jahrhundert reformiert. Kurz nochmal katholisch unter dem berühmten "Diplomaten des Westfälischen Friedens" Adam Adami.

1765 verwüstete ein verheerender Stadtbrand Murrhardt. Der Neuaufbau der Stadt unter Herzog Karl Eugen und Prälat Friedrich Christoph Oetinger prägt die Stadt bis heute.

(Quelle: Wikipedia)


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